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Zurück News  /  Juni 2013

HR-Herausforderungen im Mittelstand

Rekrutierung und Management Audit aus der Sicht von Personalverantwortlichen

·     Manager Rekrutierung: Unternehmen verlassen sich auf Lebenslauf und Gespräche
·      Angestellte müssen sich häufiger diagnostischen Auswahlverfahren unterziehen als ihre Chefs

Von Karl-Josef Mondorf, Managing Partner der Personalberatung InterSearch Executive Consultants

Wenn Topmanager ein Unternehmen vorzeitig verlassen müssen, dann geschieht das meistens aufgrund mangelnder Führungsqualitäten. 43 Prozent der Firmen geben an, aus diesem Grund Managerpositionen ungeplant neu besetzen zu müssen. 35 Prozent bemängeln, dass soziale Kompetenzen bei den betreffenden Chefs fehlen. Fast ein Drittel berichtet zudem über Anpassungsschwierigkeiten der Manager an die Unternehmenskultur. Das sind Ergebnisse der Studie „HR-Herausforderungen im Mittelstand“, für die im Auftrag der Personalberatung InterSearch Executive Consultants über 200 Personalverantwortliche aus Unternehmen ab 250 Mitarbeitern befragt wurden.

Als wichtigste Auswahlkriterien für Führungskräfte nennen die Personalchefs in absteigender Reihenfolge: Fachliche Qualifikation, Berufserfahrung und erst dann soziale Kompetenzen. Der Widerspruch ist offensichtlich: Obwohl fehlende Soft Skills häufig ein Grund für die Entlassung von Topmanagern sind, werden diese bei deren Einstellung viel zu wenig berücksichtigt.

Angestellte werden härter getestet als ihre Chefs

Verhängnisvoll vor diesem Hintergrund: Während für Fachkräfte Persönlichkeitstests und Assessment Center zumeist die Regel sind, müssen Topmanager bei zwei von fünf Unternehmen (43 Prozent) keine Einstellungstests bestehen. Den Firmen reicht als alleinige Entscheidungsgrundlage das Gespräch. Tatsächlich ist es aber höchst problematisch, gerade bei der Besetzung von Spitzenjobs keine diagnostischen Instrumente einzusetzen. Denn: Je höher die Position, desto höher ist auch der finanzielle Schaden bei einem personellen Fehlgriff.

Folgerichtig heißt dies: Bei allen hochrangigen Stellen sollte der höchstmögliche Aufwand für die Kandidatenauslese betrieben werden. In der Praxis ist allerdings zu beobachten, dass etwa bei der Rekrutierung von Managern für die erste Ebene in vielen Fällen zu stark auf die Berufserfahrung und die vermeintlichen unternehmerischen Erfolge geschaut wird. Die Persönlichkeitsstruktur dagegen wird zu wenig mit der Unternehmenskultur abgeglichen. Mit den Eigenarten der Topmanager gehen die Unternehmen auffallend weniger streng um als bei allen anderen Angestellten.

Profiverfahren minimieren das Risiko einer Fehlbesetzung

Unterschätzt werden bei der Auswahl die internen Folgen, die sich häufig erst Monate später zeigen. Will man mehr über die Persönlichkeitsstruktur der Kandidaten erfahren und das Risiko einer Fehlentscheidung damit minimieren, bieten sich ergänzend zu strukturierten Tiefeninterviews und Referenzen diagnostische Verfahren an. Ob man Persönlichkeitstests um Fallstudien und simulierte Situationen ergänzt, muss im Einzelfall entschieden werden.

Hier erhalten Sie die Studie zum Download:

HR-Herausforderungen im Mittelstand.pdf


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Pressekontakt: Thomas Bockholdt   Tel.: +49 40 46 88 42 0