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Zurück News  /  Juni 2013

Unternehmen sehen Optimierungspotenzial in der Personalentwicklung

Trotzdem verzichtet die Mehrheit auf Management Audits


Von Karl-Josef Mondorf, Managing Partner InterSearch Executive Consultants

Deutschlands Unternehmen sehen Verbesserungsbedarf bei der Zusammensetzung ihrer Managerriegen. Nur zwölf Prozent der Personalverantwortlichen sind der Meinung, dass die Spitzenposten optimal besetzt sind. Das ist ein Ergebnis der Studie „HR-Herausforderungen im Mittelstand“, für die im Auftrag der Personalberatung InterSearch Executive Consultants über 200 Personalverantwortliche aus Unternehmen ab 250 Mitarbeitern befragt wurden.

Der weitaus größte Teil (68 Prozent) der Personalchefs hat Zweifel, ob auf den wichtigsten Posten die passenden Charaktere sitzen. Diese Gruppe antwortet folgerichtig mit  „eher ja“. 16 Prozent der Befragten antworten mit „eher nein“. Zwei Prozent sehen akuten Handlungsbedarf, sie antworten mit „Nein, überhaupt nicht“.

Nur zwei von fünf Personalverantwortlichen haben einen sehr guten Überblick über Führungskräfte-Potenziale

Voraussetzung für eine bestmögliche Besetzung der Managerposten ist eine gezielte Personalentwicklung. Dazu müssen die Führungskräfte-Potenziale im Haus identifiziert werden. Doch elf Prozent der Personalverantwortlichen müssen eingestehen, dass sie darüber einen nur „eher schlechten“ Überblick haben. Zwei Drittel bescheinigen sich vorsichtig einen „eher guten“ Überblick – und nur zwei von fünf Befragten sind sicher, dass sie eine „sehr gute“ Übersicht haben. Mit Hilfe diagnostisch gestützter Potenzialanalysen, genannt Management Audits, könnten Unternehmen den Erkenntnismangel ausgleichen. Doch nicht einmal die Hälfte der Unternehmen setzt dieses Instrument regelmäßig ein.

Unruhe im Unternehmen nach Management Audits befürchtet

Nur 46 Prozent der Unternehmen führen regelmäßig Führungskräfte-Potenzialanalysen durch. 28 Prozent planen aber den Einsatz dieses Instruments in der Zukunft. 16 Prozent haben es zwar in der Vergangenheit eingesetzt, tun es aktuell aber nicht mehr. Fast jedes zehnte Unternehmen (neun Prozent) lehnt die Tests kategorisch ab, ohne jemals Erfahrungen damit gemacht zu haben.

Die Gründe für den Verzicht auf Management Audits sind vielfältig: Am häufigsten befürchten die Personalchefs Unruhe im Unternehmen (36 Prozent). Dabei ist diese Gefahr bei einer professionellen internen Kommunikation sehr gering. Auch vermeintlich zu hohe Kosten (33 Prozent) und die Befürchtung, aus den Ergebnissen würden sowieso keine Konsequenzen gezogen (31 Prozent), lassen die Unternehmen von den Analysen Abstand nehmen. Dabei wird übersehen, dass die Folgen der Benennung ungeeigneter Manager sehr viel höher zu Buche schlagen als die Investitionen in präventive Maßnahmen. Dass Analyseergebnisse in der Schublade verschwinden anstatt die Basis für personelle Veränderungen zu legen, liegt häufig daran, dass die Unternehmen mit den Ergebnissen alleine gelassen werden. Professionelle Anbieter von Management Audits erarbeiten konkrete Handlungsempfehlungen für die Unternehmen und unterstützen bei der Umsetzung und der internen Kommunikation der Umstrukturierungen.

Hier erhalten Sie die Studie zum Download:
HR-Herausforderungen im Mittelstand.pdf

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Pressekontakt: Thomas Bockholdt   Tel.: +49 40 46 88 42 0