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Studie: Digitale Transformation im Mittelstand oft nicht Chefsache

·    80 Prozent attestieren sich dennoch großen Fortschritt
·    ITK ist Vorreiter, Handel und Gesundheitswirtschaft hinken hinterher
·    Thema häufig auf IT reduziert, strategische Relevanz unterschätzt

Hamburg, 19. Januar 2015 – 81 Prozent der deutschen Mittelständler geben an, dass die digitale Transformation in ihrem Unternehmen überwiegend umgesetzt ist. Vollständig auf digitale Prozesse umgestellt haben dabei 28 Prozent der Firmen ihr Kerngeschäft. Doch in weniger als der Hälfte der Unternehmen steht das Thema Digitalisierung auf der Agenda der obersten Führungsebene. Dies sind Ergebnisse der Studie „Digitale Transformation und ihre Auswirkung auf die Führung im Mittelstand“ der Personalberatung InterSearch Executive Consultants, für die 400 Topmanager aus Unternehmen ab 100 Mitarbeitern befragt wurden.

Beim Thema digitale Transformation sind Deutschlands Mittelständler nach eigener Einschätzung weit fortgeschritten: Vier von fünf der befragten Topmanager geben an, dass ihre Kerngeschäftsprozesse schon überwiegend digital ablaufen.  Strategisch sind dabei jedoch nicht alle Unternehmen vorgegangen – eine Agenda für die digitale Transformation existiert nur in 60 Prozent der Unternehmen. Der Grund: In vielen Unternehmen übernimmt die oberste Führungsriege keine Verantwortung für das Thema. Stattdessen wird es beim CIO oder auch dem IT-Bereichsleiter verankert, der die Umsetzung ohne Steuerung der Unternehmensleitung vorantreibt. Fast drei Viertel investieren in neue IT-Plattformen für eine weitere Digitalisierung (72 Prozent).

„Der Mittelstand muss sich bei der digitalen Transformation nicht hinter den Konzernen verstecken“, sagt Julia Böge, Client Partnerin der Personalberatung InterSearch Executive Consultants. „Doch das Thema wird häufig auf die IT-Ebene reduziert. Dabei betrifft die digitale Transformation alle Strukturen und Prozesse im Unternehmen – und diese zukunftsfähig zu machen, ist Chefsache.“

ITK-Branchen am weitesten fortgeschritten – Handel und Gesundheitswirtschaft haben Nachholbedarf

Große Unterschiede bei der Umsetzung der digitalen Transformation bestehen zwischen den Branchen. Vorreiter sind die Internet-Wirtschaft und die IT- und Telekommunikationsindustrie. Dort haben 98 Prozent der Firmen ihre Kerngeschäftsprozesse digitalisiert, vollständig umgestellt hat allerdings erst die Hälfte. Im Finanzdienstleistungssegment sowie im Maschinen- und Anlagenbau trifft dies auf jeweils 86 Prozent zu, wobei erst genannte Branche deutlich häufiger komplett digitalisiert ist (37 Prozent im Vergleich zu 20 Prozent). Im Handel und in der Gesundheitswirtschaft ist die Digitalisierung erst in sieben von zehn Unternehmen fortgeschritten. „Vor allem im Handel ist die unterdurchschnittliche Umsetzung besorgniserregend, denn diese Branche ist vom digitalen Wandel existenziell betroffen“, sagt Digital-Expertin Böge.

Um die Digitalisierung im Unternehmen strategisch weiter voranzutreiben, sollten die Mittelständler bei der Besetzung von Führungspositionen darauf achten, dass entsprechende Kompetenzen vorhanden sind. „Mittelstandsmanager sollten nicht nur IT-Fachkenntnisse mitbringen, sondern innovationsfördernde Führungskompetenzen wie zum Beispiel die Begeisterungsfähigkeit für digitale Konzepte, auch über das aktuelle Geschäftsmodell hinaus, oder grundlegende Veränderungsbereitschaft“, so Böge.

Hintergrundinformation

Im Herbst 2014 führte die Personalberatung InterSearch Executive Consultants eine Befragung zum Thema „Digitale Transformation“ durch. 400 Führungskräfte aus Unternehmen ab 100 Mitarbeitern wurden für die Studie online befragt. Durchführendes Marktforschungsinstitut: respondi AG.

Auf Anfrage erhalten Sie Detailergebnisse zur Studie.


Über InterSearch Executive Consultants

InterSearch Executive Consultants sind spezialisiert auf die Rekrutierung von Führungskräften und systematische Analysen des Führungskräftepotenzials (Management Audit) insbesondere mittelständisch geprägter Unternehmen. Die 1985 unter dem Namen „MR Personalberatung“ gegründete Gesellschaft ist in Deutschland mit drei Standorten in Hamburg, Frankfurt und München vertreten und beschäftigt insgesamt mehr als 30 Mitarbeiter. InterSearch Executive Consultants gehört zum weltweit agierenden InterSearch-Netzwerk mit mehr als 100 Standorten in über 50 Ländern. Im FOCUS Deutschland-Vergleich wurde InterSearch Executive Consultants auf Basis einer unabhängigen Datenerhebung zu einem der „Top Personaldienstleister 2014“ in der Kategorie Executive Search gewählt.

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Pressekontakt: Thomas Bockholdt   Tel.: +49 40 46 88 42 0