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Studie: Digitalisierung erzwingt Wandel der Unternehmenskultur in der Industrie

·    Neue Anforderungen an Industriemanager: Kooperatives Handeln und Datenverständnis
     werden wichtiger
·    Interne Kommunikation wird schneller, Mehrheit setzt auf Social Media

Hamburg, 8. April 2015 – Führungskräfte in der deutschen Industrie beobachten im Zuge der Digitalisierung große Veränderungen im eigenen Betrieb. Da sich die Unternehmenskultur stark wandelt, sind bei Führungskräften zunehmend andere Kompetenzen gefragt, die im Recruiting berücksichtigt werden müssen. 89 Prozent der Entscheider geben außerdem an, dass Kommunikation innerhalb des Unternehmens schneller wird, etwa durch den Einsatz interner Social-Media-Plattformen. Zu diesen Ergebnissen kommt die Studie „Digitale Transformation und ihre Auswirkung auf die Führung im Mittelstand“ der Personalberatung InterSearch Executive Consultants. Dafür wurden 400 Topmanager aus mittelständischen Unternehmen ab 100 Mitarbeitern befragt, davon über 130 aus der Industrie.

54 Prozent der Industriemanager geben an, dass in ihren Unternehmen bereits interne Social-Media-Plattformen genutzt werden oder dass dies kurzfristig geplant ist. Auch wenn dies im Branchenvergleich ein unterdurchschnittlicher Wert ist, ist dies ein Beispiel dafür, wie sich die Unternehmenskultur auch in der Industrie verändert. Aus Sicht von 87 Prozent der Entscheider aus den wichtigsten Industriezweigen Produktion sowie Anlagen- und Maschinenbau wird zukünftig auch der Wissenstransfer zwischen den Mitarbeitern wichtiger. 79 Prozent sagen, dass der IT-Bereich durch den Einsatz neuer Technologien enger mit anderen Abteilungen zusammenwächst. Mit der Digitalisierung entstehen außerdem neue Jobprofile, wie 72 Prozent der Industriemanager angeben. Positionen wie Chief Digital Officer, Data Scientists und Data Architects sind in der Mehrheit der industriellen Betriebe in Deutschland entweder schon vorhanden oder sollen in naher Zukunft geschaffen werden.

Im Branchenvergleich zeigt die Studie, dass sich die Führungsriege aus der Industrie von den genannten Veränderungen deutlich stärker betroffen sieht als der Durchschnitt. „Die deutsche Industrie steht unter besonders hohem Innovationsdruck, vor allem wegen der wachsenden Konkurrenz im Ausland“, sagt Julia Böge, Client Partner der Personalberatung InterSearch Executive Consultants. „Unternehmen werden im internationalen Wettbewerb nur bestehen, wenn das Projekt Industrie 4.0 an Fahrt gewinnt. Das geht nicht ohne einen Wandel in der Unternehmenskultur, hin zu schnellerer Kommunikation und vernetztem Arbeiten.“

Von Managern wird verstärkt kooperatives Handeln und Datenverständnis erwartet

Die beschriebenen Veränderungen haben zur Folge, dass auch Führungsqualitäten in Zukunft anders definiert werden müssen. Die Studie zeigt, dass auch dies für die Industrie in besonderem Maße gilt. So gehen 66 Prozent der Industriemanager davon aus, dass Datenverständnis als Führungskompetenz stark an Bedeutung gewinnen wird. 63 Prozent rechnen damit, dass die Bereitschaft zu kooperativem Handeln zukünftig wichtiger wird, beispielsweise weil Manager für einzelne Projekte in wechselnden Konstellationen zusammen arbeiten. Jeweils 58 Prozent der Industrieentscheider sagen einen Bedeutungszuwachs voraus für Kommunikationsstärke als Führungskompetenz sowie für die Bereitschaft, Vernetzung zu fördern.

„Die Fähigkeit, Daten gründlich zu analysieren und die richtigen Schlüsse aus ihnen zu ziehen, sind für Führungskräfte der Industrie besonders wichtig, gerade vor dem Hintergrund von Industrie 4.0“, sagt Julia Böge. „Doch sollten sich Unternehmen im Recruiting nicht auf diese Hard Skills versteifen. Ein guter, moderner Manager fördert aktiv das vernetzte Arbeiten über althergebrachte Strukturen und Hierarchien hinweg“, so die Expertin. In den Industrieunternehmen hat man bereits erkannt, dass die genannten Kompetenzen daher auch verstärkt in Recruitingverfahren überprüft werden müssen. 88 Prozent der Entscheider sagen, dass bei ihnen die Bereitschaft zu kooperativem Handeln bereits im Einstellungsprozess kontrolliert wird oder dies kurzfristig eingeführt werden soll. Bezogen auf das Verständnis für Daten sind es 86 Prozent.

Hintergrundinformation

Ende 2014 führte die Personalberatung InterSearch Executive Consultants eine Befragung zum Thema „Digitale Transformation und ihre Auswirkung auf die Führung im Mittelstand“ durch. 400 Topmanager aus Unternehmen ab 100 Mitarbeitern wurden für die Studie online befragt. Durchführendes Marktforschungsinstitut: respondi AG.


Über InterSearch Executive Consultants

InterSearch Executive Consultants sind spezialisiert auf die Rekrutierung von Führungskräften und systematische Analysen des Führungskräftepotenzials (Management Audit) insbesondere mittelständisch geprägter Unternehmen. Die 1985 unter dem Namen „MR Personalberatung“ gegründete Gesellschaft ist in Deutschland mit drei Standorten in Hamburg, Frankfurt und München vertreten und beschäftigt insgesamt mehr als 30 Mitarbeiter. InterSearch Executive Consultants gehört zum weltweit agierenden InterSearch-Netzwerk mit mehr als 100 Standorten in über 50 Ländern. Im FOCUS Deutschland-Vergleich wurde InterSearch Executive Consultants auf Basis einer unabhängigen Datenerhebung zu einem der „Top Personaldienstleister 2014“ in der Kategorie Executive Search gewählt.

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Pressekontakt: Thomas Bockholdt   Tel.: +49 40 46 88 42 0